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Die Hälfte der Arbeitszeit verbringen Mitarbeiter in Unternehmen
mit der Suche nach Dokumenten und Informationen. Dies ist nur eine von mehreren
erschreckenden Tatsachen in der heutigen Geschäftswelt. Abhilfe schaffen
hier Dokumenten-Management-Systeme.
Elektronisches Dokumentenmanagement statt "Papierberge"
Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind darauf angewiesen, ihre Abläufe
und Prozesse effizient und effektiv zu gestalten. Nur so können sie am
immer globaler werdenden Markt bestehen und wirtschaftlich arbeiten. Wenn
jedoch ein großer Teil der Mitarbeiterzeit durch die Bearbeitung, Verteilung,
Ablage und manuelle Suche von Papierdokumenten gebunden ist, fällt dies
zunehmend schwerer. Elektronische Dokumenten-Management-Systeme (DMS) können
hier behilflich sein.
Schätzungen über die zukünftige Entwicklung von Informationsmengen
besagen, dass das Aufkommen an Papierdokumenten stetig zunimmt, während
die Menge an digitalen Dokumenten (insbesondere E-Mails und PC-Dokumente)
exponentiell wächst.
Papier scheint jedoch ein Medium zu sein, auf das derzeit niemand so recht
verzichten mag. Studien und Aussagen von renommierten Beratungsunternehmen
wie der Gartner Group belegen, dass ca. 80% der Geschäftsdokumente in
meistens unstrukturierter Papierform vorliegen, dass ein Dokument durchschnittlich
fünfmal kopiert wird, dass durchschnittlich 50% der Arbeitszeit in Büro
und Verwaltung mit der Suche nach Dokumenten und Informationen verbracht wird,
und dass ca. 25% aller Unternehmensinformationen verloren gehen oder vermisst
werden.
Diese Fakten, die aufgrund der Betriebsblindheit im Tagesgeschäft häufig
nicht erkannt werden, sollten einem zu denken geben. Ist es doch das Ziel
eines jeden Unternehmens, möglichst effizient zu arbeiten und keine kostbare
und teure Arbeitszeit auf vermeidbare Routinetätigkeiten zu verschwenden.
Aber was sind Dokumente, welche Funktionen bietet ein Dokumenten-Management-System
und vor allem welchen Nutzen bringt es?
Dokumente sind Informationen
Dokumente liegen in Unternehmen in unterschiedlichsten Formen vor. Es kann
sich dabei um Papierdokumente wie Belege, Briefe, Formulare und Faxe aber
auch um elektronische Dokumente wie E-Mails, Office-Dateien, Grafiken, Präsentationen,
Audio- und Videodateien und Mikrofilme handeln. Alle diese Dokumentarten können
mit Hilfe eines Dokumenten-Management-Systems verwaltet werden.
Was leistet ein DMS
Die elektronische Archivierung ist der erste Schritt beim Einsatz eines Dokumenten-Management-Systems.
Papierdokumente werden dabei durch Scannen in digitale Form gebracht, während
Dokumente, die bereits in elektronischer Form vorliegen, automatisch in bestimmte
Formate (PDF, Tiff) konvertiert werden. Sämtliche archivierten Dokumente
werden mit einem Zugriffsschutz versehen, sodass nur autorisierte Personen
Einsicht erhalten. Versionierungsfunktionen gewährleisten die Aktualität
und ermöglichen die Nachvollziehbarkeit von Änderungen im Dokumentenbestand.
Mit Hilfe von Recherchefunktionen können Dokumente jederzeit und innerhalb
von Sekundenbruchteilen wieder gefunden werden. Abläufe im Unternehmen
können durch dokumentengestützten Workflow gesteuert werden (Vertreterregelung,
Eskalation, Wiedervorlage).
Automatisierte Schnittstellen zu Warenwirtschafts- oder Enterprise-Ressource-Planning-Systemen
ermöglichen es, Dokumente mit den zugehörigen Geschäftsvorfällen
dauerhaft zu verbinden.
Internet-Schnittstellen erlauben den Zugriff sowohl unternehmensintern als
auch von außerhalb. Dadurch können Außendienstmitarbeitern
oder sogar von Kunden und Lieferanten problemlos in die Wertschöpfung
eingebunden werden.
Nutzen eines DMS
Die Vorzüge und der Nutzen eines elektronischen Archivs sind unübersehbar.
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Durch den Einsatz eines Dokumenten-Management-Systems
erfolgt eine Reduzierung auf ein einziges Ablagesystem und damit eine Raumersparnis.
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Sämtliche Mitarbeiter erhalten sofortigen Zugriff
auf Akteninhalte am Arbeitsplatz und haben unmittelbare Auskunftsbereitschaft
bei Anfragen durch einfache Dokumentensuche.
- Es gibt keine falsch abgelegten oder verlorenen Akten mehr und aufgrund
der Revisionssicherheit der Archive besteht keine Gefahr der Aktenmanipulation.
- Die Kopieraufwände werden drastisch reduziert. In Summe bedeutet dies
alles eine Erhöhung der Effizienz im Unternehmen und eine deutliche Kosteneinsparung.
- Bei einer durchschnittlichen Amortisation der Einführungskosten eines
DMS von 12 bis 18 Monaten handelt es sich um eine durchaus lohnende Investition
- gerade in Zeiten hohen Kostendrucks.
Trend unverkennbar
Die Entwicklungen der letzten Zeit zeigen auch von Seiten der Gesetzgeber
eine deutliche Tendenz hin zum elektronischen Dokument. So hat etwa Italien
mit dem Dekret vom 23. Januar 2004 die Voraussetzung dafür geschaffen,
dass ein Großteil der Geschäftsdokumente inklusive Rechnungen,
Register, Journale etc. digital verwaltet und die entsprechenden Papierdokumente
vernichtet werden können. Dadurch können Dokumenten-Management-Systeme
in Unternehmen in immer mehr Bereichen eingesetzt werden und führen zu
Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen.
Dipl. Inform. Joachim Pfeifer - joachim.pfeifer@alpin.it (*)
* Der Autor ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma
Alpin - Software, Consulting & Strategy GmbH in Bozen und beschäftigt
sich seit vielen Jahren mit den Themen Dokumenten-Management und Optimierung
von Unternehmensprozessen.
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